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Sinergia (SNF) 2017 - 2021
 

Praktiken ästhetischen Denkens / Konturen ästhetischer Bildung

(https://sinergia-pat.ch)

Subprojekt Hochschule Luzern Design & Kunst

Forschungsfeld 1: Strukturen des Ästhetischen im/als Bildungsprozess (Silvia Henke, Lead)
Bildung meint in der Regel Pädagogik, Didaktik, Vermittlung oder Erziehung. Bildung ist aber mehr als Wissensvermittlung: sie findet überall dort statt, wo sich 'etwas bildet' und ist damit Teil eines ästhetischen Prozesses. Dabei wird unvermeidlich auch die Frage der Medialität, der Performanz und des Subjektes in Erkenntnis- und Bildungsprozessen zum Thema. Diese ist zentral für die zeitgenössische Kunstpädagogik als Medienpädagogik– und war schon in Schillers Konzept von ästhetischer Erziehung wie auch im Brechtschen „Lehrstück“ angelegt.
Das Forschungsprojekt untersucht konkrete Praktiken ästhetischer Bildung, in welchen ästhetisches Denken, künstlerische und didaktische Praxis sich verbinden. Es sucht durch mikropraktische Anordnungen nach neuen Konturen ästhetischer Bildung, die emanzipativ in Richtung einer Ästhetik der Existenz wirken.
Forschungsfeld 2: Radikale Pädagogik in der Kunst (Wiktoria Furrer, phd)
Das Forschungsfeld 2 fokussiert künstlerische Praktiken, die mit Hilfe pädagogischer Modelle und partizipativer Formate wie Workshops, Plattformen, Laboren, Kollaborationen und temporären Schulen arbeiten. Als performative, dialogische oder investigative Settings mit eigenen Prozeduren wie beispielsweise Oskar Hansen`s «Visual Games», der «Abramovic Method», " The Silent University Principles and Demands» von Ahmet Ögüt, liegt deren Kern in der Arbeit an Erfahrungsräumen, Erkenntnisformen und Subjektivierungsweisen. Solche künstlerischen Pädagogiken sind insofern radikal, (radix, lat. für Wurzel und Ursprung) als dass sie die Frage nach Bildung aufwerfen, indem sie Grundbedingungen der Entstehung von Wissen thematisieren und sich der Wahrnehmung, ihren Routinen, Mustern und Regimen, wie auch Möglichkeiten der Perforierung und Verschiebung widmen. In der Verschränkung epistemischer und existenzieller Potentiale, so die These, entfalten radical pedagogies in the arts ein ästhetisches Denken, das bis hin zu einer Ästhetik der Existenz greift, indem sie in einem Transitgebiet ästhetischer und sozialer Prozesse agieren.
 
Forschungsprojekt (mit Alexandra d'Incau)
Mercator 2014-2016
 

Transkulturelle Kunstpädagogik - Ein Pilotprojekt im Inneren der Schweiz

In der Schweiz ist die Bedeutung von Kunst und Kultur im interkulturellen Kontext erkannt. Das Projekt fokiussiert sie im pädagogisch und ästhetisch virulenten Feld der visuellen Bildung.

Ziel des Projektes ist es, die Sensibilität für kulturelle Prägungen (das Eigene) und transkulturelle Zusammenhänge (das Fremde) durch künstlerische und bildnerische Projekte im Kunstunterricht zu wecken und zu fördern. Mit Expertenworkshops, kunstpädagogischen Expe­rimenten im Unterricht, Gesprächen mit Schüler/innen und Lehrpersonen, begleitender Forschung und Auswertung der Prozesse werden Erkenntnisse gewonnen über die Möglichkei­ten einer transkulturellen Kunstpäda­gogik jenseits von Herkunftsfixierung und Stereo­typien. Das Projekt zielt auf die Gründung einer Plattform zwischen Hochschule, Mittel­schule und Kulturin­stitutionen für kulturelle Projekte innerhalb- und ausserhalb offizi­eller schuli­scher Bildung. Es beinhaltet konkreten Kompetenzaufbau (best practice, Didak­tik) zu transkultureller Kunstpädagogik sowie eine darüber hinausgehende öffentliche Diskussion und Rückfluss in Schulen und Kulturinstitututionen.

https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/forschung/projekte/detail/?pid=1010
 
Kunstpädagogische Positionen 33
 

Was heisst "künstlerisches Denken"?

KPP 33_Cover



Der Essay argumentiert für eine Visuelle Kunstvermittlung und Bildung, die über den Weg eines „künstlerisches Denken“ geschieht. Ausgehend von künstlerischen und studentischen Bildbeispielen zeigt und reflektiert er, wie Kunstpädagogik als ein Sprechen über Bilder und zu Bildern vor dem Hintergrund ihres Kontexts gedacht werden kann: „Im Gespräch über dieses Bild ging es mir nicht einfach um eine hermeneutische Sinnaneignung. Vielmehr wurde mir deutlich, dass sich die Sprache zwischen das Sehen und das Bild schiebt: Sie bringt das Bild nicht näher, sondern verändert es.“ (S. 20)

Dieser Band entstand anlässlich der Hamburger Ringvorlesung “Visuelle Bildung” im Wintersemester 2013.
 
Kunst und Religion heute
 

Kunst und Religion im Zeitalter des Postsäkularen. Ein kritischer Reader
( 2012 bei transcript image Bielefeld)

Buchanzeige



Das Buch ist Ergebnis des vom SNF (ehem: DORE) unterstützten Forschungsprojekts: "Holyspace, Holyways: Untersuchungen zur Rolle zeitgenössischer Kunst in der Vermittlung und Repräsentation von Religion und Religiosität" an der Hochschule Luzern, Design & Kunst, Laufzeit 2009-2012.
Projekt und Buch haben zum Ziel, die Rolle des zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffens bei der Vermittlung und Repräsentation privater und öffentlicher Religiosität zu untersuchen und die Frage des Religiösen in das säkulare Bildungssystem der Hochschule hineinzutragen. Gefragt wird damit aus der Perspektive der Kunstschaffenden wie Lehrenden nach Möglichkeiten des Zugangs zum Religiösen, die weder der Politik noch der Kirche angehören und auch nicht einfach ins Private führen. Die These dabei lautet, dass Kunst ein offenes und zunächst neutrales Feld anbietet für Auseinandersetzungen mit religiöser Ikonographie und Traditionen, weil sie mit Symbolisierungen arbeitet, die sich nicht zu Wissen und auch nicht zu Bekenntnissen verfestigen müssen. Dennoch bleiben religiöse Prägungen (im Sinne von Konfessionen) für kulturelle wie ästhetische Unterschiede einflussreich und auch interessant - das belegt der Reader mit seinem Fokus auf der katholischen Innerschweiz. Die Beiträge zeigen aber primär, welche Vermittlungsarbeit künstlerische Arbeit leistet für den aktuellen gesellschaftlichen Wandel in Bezug auf Religion und Glauben im Zeitalter des Post-Säkularen (nach Jürgen Habermas). Damit richtet sich das Buch neben Künstlern und Künstlerinnen auch an Kulturwissenschaft, Kunst- und Religionspädagogik, Theologie und Kuratoren/innen.

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s. auch: www.art-tv.ch
www.kunstforschungluzern.ch

Christus im Ameisenberg (C. Moser 2008)
Charles Moser, Die Fusswaschung (2008)